Sackpfeife

Höhe673,5 m ü. NHN
Lagezwischen Hatzfeld und 
Biedenkopf; Landkreise Waldeck-Frankenberg und 
Marburg-Biedenkopf; 
Hessen, Deutschland
GebirgeRothaargebirge
Koordinaten♁50° 57′ 19″ N, 8° 32′ 19″ O

Die höchsten Erhebungen neben der Sackpfeife:

  • Wieschen (652 m), Erhebung südsüdwestlich der Gipfelregion
  • Buchholz (643,0 m), Westen
  • Hainpracht (631,0 m), südöstlich des Hauptgipfels; nördlichster der Biedenkopfer Stadtberge
  • Puderburg (619,1 m), östlich Puderbachs
  • Rabenkopf (601,0 m), südsüdwestlich vom Buchholz
Undatierter Bericht über die Legende der Sackpfeife

Mit einer Höhe von 674 Metern über dem Meeresspiegel ist die Sackpfeife der höchste Berg im Landkreis Marburg-Biedenkopf und seit jeher ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Naturliebhaber. Gleichzeitig ist sie die Heimat des OHGV Biedenkopf und Mittelpunkt zahlreicher Wanderwege, die durch das Hessische Hinterland führen.

Über die Herkunft des ungewöhnlichen Namens „Sackpfeife“ gibt es verschiedene Erklärungsversuche. Eine eindeutige Herkunft ist bis heute nicht belegt. Vermutet wird, dass sich der Name aus der Form des Berges oder aus alten mundartlichen Bezeichnungen entwickelt hat. Einer regionalen Überlieferung zufolge soll der Nikolaus jedes Jahr am 6. Dezember auf dem Berg Rast gemacht und mit seiner Beutelflöte – mundartlich auch „Sackpfeife“ genannt – den Kindern im Umland seine Ankunft angekündigt haben. Ob diese Geschichte tatsächlich den Ursprung des Namens erklärt oder erst später entstanden ist, lässt sich heute nicht mehr eindeutig feststellen.

Gerade diese unterschiedlichen Deutungen machen die Namensgeschichte der Sackpfeife bis heute zu einem spannenden Stück regionaler Heimatgeschichte.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Wanderfreunde die Sackpfeife als ideales Ziel für Ausflüge. Mit der Gründung des OHGV Biedenkopf im Jahr 1894 begann die touristische Erschließung des Berges. Wenige Jahre später entstand auf dem Gipfel der Kaiser-Wilhelm-II.-Turm, der bis heute das Wahrzeichen des Vereins ist.

Neben dem Aussichtsturm lädt die Sackpfeife mit ihren ausgedehnten Wäldern, zahlreichen Wanderwegen und der Lahn-Eder-Hütte zum Verweilen ein. Durch ihre Lage auf der Wasserscheide zwischen Lahn und Eder bietet sie nicht nur eine abwechslungsreiche Landschaft, sondern auch beeindruckende Ausblicke weit über das Hessische Hinterland hinaus.

Bei guten Wetterbedingungen reicht der Blick vom Kaiser-Wilhelm-II.-Turm bis zum Rothaargebirge, zum Kellerwald, zum Vogelsberg und – bei außergewöhnlich klarer Sicht – sogar bis zum Großen Feldberg im Taunus.

Auch heute ist die Sackpfeife das wichtigste Wandergebiet des OHGV Biedenkopf. Jahr für Jahr besuchen zahlreiche Wanderer, Familien und Naturfreunde den Berg und genießen die besondere Verbindung aus Natur, Geschichte und ehrenamtlichem Engagement, die diesen Ort seit über 130 Jahren prägt.

Wanderwege auf der Sackpfeife: Für eine größere Ansicht, klicken Sie bitte die Karte an.

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